Noch mehr Geld für Griechenland?


Molyvos, Lesbos
Molyvos, Lesbos

Die "Griechenland-Krise" ist zwar aus den deutschen Schlagzeilen derzeit weitgehend verschwunden aber in Griechenland und insbesondere auf Lesbos präsenter denn je. Die Insel hatte neben den Auswirkungen der Finanzkrise die Schlüsselrolle bei den Flüchtlingsbewegungen in der Ägäis zu tragen. 

 

Allein im Jahr 2015 erreichten mehr als 100.000 Flüchtlinge Europa über Lesbos – die Insel selbst hat etwa 86.500 Einwohner. Die Bewohner von Lesbos gingen mit dieser Situation außergewöhnlich hilfsbereit und engagiert um. Monatelang, bevor staatliche Institutionen, NGOs oder freiwillige Helfer versuchten die Lage zu verbessern, versorgten sie die häufig völlig erschöpften Menschen mit Trinkwasser, Nahrungsmitteln und sanitären Einrichtungen, so gut sie eben konnten. Fischer fuhren mit ihren Booten aus um Menschen aus dem Meer zu retten, Restaurants stellten sich als Sammelstellen für Nahrungsmittel zur Verfügung, die Schule in Molyvos im Norden der Insel diente lange als Zwischenlager für die im Sommer zu tausenden täglich eintreffenden Flüchtlinge.

 

Seit März 2016 und dem EU-Türkei-Pakt wird vermutlich vieles anders für die Insel. Die Aussichten sind aber alles andere als rosig, denn der für die Insel eminent wichtige Tourismus hat durch die Flüchtlingssituation massiv gelitten. Für den kommenden Sommer wurden 80% aller gebuchten Lesbos-Reisen storniert und viele Flüge sind bereits gestichen sodass die kommende Saison für viele kleine Betriebe, Restaurants und Hotels das Aus bedeuten wird.

 

Ja, Griechenland und insbesondere Lesbos braucht Unterstützung. Wenn ihr noch unsicher seid wohin ihr im Sommer oder im Herbst reisen möchtet – Lesbos ist ein tollles, vielseitiges Urlaubsziel mit freundlichen Menschen und einer wundervollen Küche. Wenn ihr Tipps möchtet, könnt ihr uns gerne jederzeit ansprechen. Und ihr könnt natürlich ein wunderbares Olivenöl aus Lesbos kaufen ...