Was macht unser Olivenöl so besonders?


Das Olivenöl des Projektes Platanenblatt ist ein hochwertiges, unter Anwendung biologisch-dynamischer Methoden hergestelltes Olivenöl von der Insel Lesbos. Für unser Olivenöl werden ausschließlich die Oliven eines Hains verwendet. Es gibt im Projekt Platanenblatt keine Verschnitt-Öle, sondern nur „Single Estate-Öle“, deren Herkunft bis zum Olivenhain zurückverfolgt werden kann (und darf).

Unsere Mission

In unserem Fall ist das Ziel goldgelb und lecker.
In unserem Fall ist das Ziel goldgelb und lecker.

Wir beziehen die Oliven für unser Öl aus kleinbäuerlichen Insel-Olivenhainen. Dabei achten wir darauf, dass eine Abfüllung nur die Oliven eines Hains enthält, so dass die Herkunft des Öls klar nachvollzogen werden kann. Jeder Bauer steht für die Besonderheit seiner Oliven und damit für die Einzigartigkeit und Reinheit seines Olivenöls. Die Oliven werden im Herbst von Hand geerntet und in der Regel am selben Tag in einer nahe gelegenen Olivenölmühle zu Olivenöl weiterverarbeitet.


Wir verfolgen dabei das Ziel, den größtmöglichen Teil der wirtschaftlichen Wertschöpfung auf dem Weg des Olivenöls zum Verbraucher auf der Insel zu belassen, um den Nutzen für die Menschen auf der Insel zu maximieren und so die lokale Wirtschaft zu stärken.


Um den ursprünglichen, gemeinschaftsbildenden und sozialen Aspekt der Olivenölherstellung wiederzubeleben, stellen wir sicher, dass den Kleinbauern ein transparenter und fairer Preis für ihr Produkt gezahlt wird. Dadurch soll den Bauern langfristig eine Perspektive eröffnet werden, von den Erlösen ihrer Arbeit zu leben, ihre Haine als Teil der traditionellen Kulturlandschaft der Insel zu pflegen und ein Produkt zu erschaffen, das höchster Qualität verpflichtet ist.


Der gesamte Überschuss aus dem Verkauf des Olivenöls des Projektes Platanenblatt wird an den gemeinnützigen Verein Platanenblatt /Πλατανόφυλλο e. V. überwiesen, der die Mittel ausschließlich zur Finanzierung gemeinschaftlicher Aufgaben auf der Insel Lesbos verwendet.


Dabei ist es uns wichtig, dass die finanzielle Hilfe für die Menschen auf der Heimatinsel unseres Olivenöls direkt erlebbar wird. Die Schwerpunkte der gemeinnützigen Vereins-Arbeit liegen im sozialen Bereich (Bildung und Erziehung) sowie in der Unterstützung der Pflege und Erhaltung der Kulturlandschaft der Insel (Umweltschutz, Wahrung des geschichtlichen und kulturellen Erbes).

Unsere Olivengärten

Oliven kurz vor der Ernte.
Oliven kurz vor der Ernte.

Schon der Landeanflug auf die Insel ermöglicht einen Blick auf ihre hauptsächlichen Bewohner - über 11 Millionen Olivenbäume siedeln hier. Es wachsen vorwiegend die von der kleinasiatischen Küste stammende und in Griechenland nur auf Lesbos angebaute Adramitiani-Olive und die Kolovi-Olive. Das Öl dieser Olivenarten ist in vielfacher Hinsicht sehr besonders: Es ist goldgelb aufgrund seines geringen Chlorophyll-Gehalts.

 

Die fruchtbaren Kalksandsteinböden der Insel verleihen dem Öl ein besonders intensives Aroma und der hohe Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren verleiht dem Öl seine feine Dünnflüssigkeit.


Die Olivenhaine der Insel sind überwiegend klein, in meist bergiger Landschaft gartenähnlich angelegt und befinden sich in der Hand von Kleinbauern und Familien, die sich mit viel Sorgfalt um die Bedürfnisse der Bäume kümmern.


In der Erntesaison im Herbst werden die Oliven mit Hilfe von Freunden und Familie von Hand gepflückt und direkt, auf kurzem Weg, zu einer der vielen, lokalen Ölmühlen (etwa 100 Ölmühlen gibt es auf der Insel) gebracht, wo sie zeitnah und schonend zu Olivenöl weiterverarbeitet werden. Das Öl ruht dann noch einige Zeit, um später teilweise gefiltert und abgefüllt zu werden.
Die Europäische Gemeinschaft hat aus all diesen Gründen dem Olivenöl von Lesbos das Gütesiegel „geschützte geographische Angabe“ (g.g.A.) verliehen.

Unser Qualitätsanspruch

Demeter – die griechische Fruchtbarkeitsgöttin.
Demeter – die griechische Fruchtbarkeitsgöttin.

„Man bilde nur die Menschen um, die diesen Boden bewohnen: der Boden selbst hat von seiner schöpferischen Kraft nichts eingebüßt; er verlangt nur Schonung und Nachhilfe (...) ist unter diesem Himmel die Zeugungs- und Heilkraft der Natur erstaunlich.“ Victor Hehn


Auf Lesbos stammt bereits ein Viertel (25%) der jährlichen Olivenölproduktion aus biologisch bewirtschafteten Olivenhainen. Wir sind fest davon überzeugt, dass nur die biologische Bewirtschaftung der Insel-Olivenhaine langfristig für die Insel und ihre Bewohner eine Handlungsoption sein kann. Landwirte sind immer auch Hüter ihrer Landschaft und Natur. Welche andere Wirtschaftsweise käme also langfristig für sie in Betracht? Dünger, Pestizide und überdimensionierte künstliche Bewässerungssysteme gehören nicht zum Handwerkszeug naturbewusster Bauern, die ihre eigene Lebensgrundlage langfristig erhalten und pflegen möchten.
Wer als Verbraucher biologisches Olivenöl kauft, leistet damit einen direkten Beitrag zur Erhaltung ökologischer Vielfalt und zum Schutz der Natur.


Als überzeugte Anhänger der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise (seit 2016 Demeter-Zertifiziert), der ersten umfassend beschriebenen biologischen Wirtschaftsweise überhaupt, möchten wir die zukunftsweisenden Gedanken dieser Wirtschaftsweise, die auf der Insel bereits vereinzelt angekommen sind, verstärken und möglichst viele Bauern für diese Anbaumethode gewinnen.


Es geht in gewisser Weise um eine „Umkehr der Blickrichtung als mögliche Perspektive und notwendige Erweiterung" ( Dr. Thomas van Elsen, Universität Kassel Witzenhausen). Wie umfassend kann Landwirtschaft gedacht werden? Thomas van Elsen sagt, dass es um eine Weiterentwicklung der Landwirtschaft hin zur Naturentwicklung gehen kann, um einen Dienst an der Natur. "Geben und Nehmen" - dann erst schließt sich der Kreis. Die konventionelle Landwirtschaft optimiert in der Regel nur das Nehmen - es geht aber vielleicht auch um das Geben?

 

Wir werden diesen Gedanken in unserem Projekt mit unseren Partner-Bauern weiter verfolgen.