Erweiterte Solidarische Landwirtschaft und Pfingsten?

Der Grundgedanke der solidarischen Landwirtschaft ist, dass eine Gruppe von Menschen die Abnahme der Erzeugnisse eines Bauern garantiert und die Ernte vorfinanziert. Alle teilen sich die damit verbundene Verantwortung und die Ernte. Die Mitglieder erhalten frische Lebensmittel, eine persönliche Beziehung zu ihrem Bauern, neue Erfahrungsräume sowie eine emotionale Bindung an das Stück Land, auf dem ihre Nahrung wächst. Der Bauer erhält eine seine Arbeit tragende und unterstützende Gemeinschaft, ein gesichertes Einkommen und neue Freude an der Arbeit, weil er weiß, für wen er produziert. Soweit so klar ...

 

Die SoLaWi, wie sie derzeit in Deutschland praktiziert wird, bezieht sich immer auf regionale Höfe und Produkte. Aus einem erweiterten Blickwinkel wird jedoch schnell klar, jedes landwirtschaftliche Erzeugnis ist regional – und zwar weltweit. Die Natur und die Böden sind weltweit die Grundlage der Landwirtschaft und müssen gesamtheitlich geschützt werden. Darum geht es in der Erweiterten Solidarischen Landwirtschaft, so wie wir sie verstehen. Auch nicht-regionale Erzeugnisse müssen verantwortlich und nachhaltig hergestellt werden. Das geht nur, wenn wir sie als Verbraucher in unseren bewussten Konsum einbeziehen.

 

Diese Grundüberzeugung hat uns 2012, ungefähr um die Pfingstzeit, dazu geführt, Platanenblatt als erste Initiative der Erweiterten Solidarischen Landwirtschaft zu starten!

 

Historisch gesehen beinhaltete das Pfingstereignis einen starken Handlungsimpuls für all diejenigen, die sich der Botschaft nicht entziehen wollten. Tun und Wirken der Überzeugten wurden seit dieser Zeit von einer unsichtbaren Kraft, dem Geist, befeuert und impulsiert. Wir finden, dass ist doch ein guter Grund, sich alljährlich auf das Pfingstfest zu freuen, denn den tätig wirkenden Geist kann man gar nicht genug feiern! Frohe Pfingsten, liebe Platanenblatt-Gemeinschaft!

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